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M.A. Kulturanthropologie/Volkskunde

Master-Studiengang

Kulturanthropologie/Volkskunde

 

Der Masterstudiengang Kulturanthropologie/Volkskunde wird von den Abteilungen Kulturanthropologie_Volkskunde und Altamerikanistik/Ethnologie angeboten. Bundesweit handelt es sich dabei um den einzigen M.A.-Studiengang, den die beiden Fächer Kulturanthropologie (früher Volkskunde) und Ethnologie gemeinsam anbieten. Sowohl im Pflichtmodul „Methoden und Theorien der Kulturforschung“ aber vor allem auch in den Wahlpflichtmodulen besteht somit die Möglichkeit, lokale und transnationale kulturelle Prozesse in Europa, Lateinamerika und Südostasien sowohl in historischer als auch gegenwartsorientierter Perspektive zu studieren.

Der Masterstudiengang richtet sich an Studierende mit einem Bachelorabschluss in den Fächern Kulturanthropologie, Europäische Ethnologie, Empirische Kulturwissenschaft, Volkskunde, Altamerikanistik/Ethnologie oder an Studierende, die kulturanthropologische und/oder ethnologische Module im Umfang von mindestens 36 LP erworben haben (s. fachspezifische Zugangsvoraussetzungen in der Prüfungsordnung).

Der Masterstudiengang vertieft und erweitert die Kenntnisse der empirischen Kulturanalyse alltäglicher Lebenswelten in historischer und gegenwartsorientierter Perspektive. Die Studierenden lernen den sicheren Umgang mit ethnographischen und historischen Methoden auf der Basis umfassender kulturtheoretischer Kenntnisse. Sie erweitern dabei ihre Fähigkeiten des disziplinär übergreifenden, selbständigen und forschungsorientierten Denkens. Der Studiengang vermittelt die notwendigen Kompetenzen, um Regionen in ihren komplexen lokalen Systemen und ihrer kulturellen Diversität vor dem Hintergrund überregionaler, translokaler und globaler Vernetzungen erforschen und beschreiben zu können.

Der Masterstudiengang bietet ein praxisnahes Studium: zum einen durch ein zweisemestriges Lehrforschungsprojekt (verankert im Pflichtmodul „Dynamiken kultureller Räume“) und zum anderen durch die enge Zusammenarbeit mit regionalen Museen sowie die Einbindung von "Praktiker*innen" aus der Museumsarbeit und angewandten Forschung in das Studienangebot. Ziel ist es, dass die Studierenden Fragestellungen zu alltagskulturellen Prozessen und Performanzen der Vergangenheit und Gegenwart selbständig analytisch klären und Ergebnisse Ihrer Forschung vermittlungsorientiert aufbereiten können, wie es z.B. in der selbständigen Planung und Durchführung von Projekten benötigt wird.

Das Masterstudium der Kulturanthropologie/Volkskunde ist in fünf Pflichtmodule (insgesamt 60 LP) und einem Wahlpflichtbereich (drei Module á 10 LP; insgesamt 30 LP) mit jeweils einer Abschlussprüfung pro Modul (z.B. Hausarbeit, Protokoll, Klausur) gegliedert. Im ersten Abschnitt des Studiums werden die kulturtheoretischen und methodischen Kenntnisse der Kulturanthropologie/Volkskunde – über die Pflichtmodule „Kulturelle Repräsentationen“ und „Methoden und Theorien der Kulturforschung“ – vertieft und im Lehrforschungsprojekt (Pflichtmodul „Dynamiken kultureller Räume“) praktisch erprobt. Das Lehrforschungsprojekt beginnt immer im Wintersemester und wird inhaltlich jeweils neu ausgerichtet. An dieser Stelle können die bisherigen Projekte eingesehen werden: https://www.kulturanthropologie.uni-bonn.de/forschung/lehrforschungsprojekte (Stand: Januar 2018). Die Module des Wahlpflichtbereiches, die sowohl im ersten als auch im zweiten Jahr des Masterstudiengangs belegt werden können, ermöglichen es den Studierenden entweder zwischen den beiden "Regionalstudien Rheinland" und "Transregionale Studien" zu wählen oder auch „ohne Profil“ zu studieren. Grundsätzlich haben Sie die Möglichkeit, den eigenen Interessen zu folgen und sich in Richtung global eingebundener regionalspezifischer oder transkontinentaler kultureller Prozesse zu spezialisieren. Darüber hinaus bietet das Modul „Praktikum“ frühzeitig Freiräume und Anreize zur praktischen beruflichen Orientierung. Das Projektmodul bietet abschließend im zweiten Abschnitt des Studiums die Möglichkeit, diese erweiterten Kenntnisse unter Anleitung zu einem praxisbezogenen Masterarbeitsprojekt ergebnisorientiert auszuarbeiten. Die praktischen und theoretischen Erfahrungen des gesamten Studiums bieten damit die optimalen Voraussetzungen, um das Studium mit einem umfassenderen eigenen Forschungsprojekt, das im Projektmodul vorbereitet wird und in der Maserarbeit mündet, erfolgreich abzuschließen.

Exemplarischer Studienaufbau

Der M.A. Kulturanthropologie/Volkskunde ist in einen Pflichtbereich und einen Wahlpflichtbereich (Profilbereich) unterteilt. In jedem Profilbereich (entweder Profilbereich A „Regionalstudien Rheinland“ oder B „Transregionale Studien“) müssen 3 Module (insgesamt 30 LP) belegt werden. Studierende, die kein Profil anstreben, haben freie Kombinationswahl und müssen dabei insgesamt 30 LP erwerben. Die Module werden mind. einmal im Studienjahr angeboten.

 

Pflichtbereich (60 LP)
- Kulturelle Repräsentationen (15 LP)
- Methoden und Theorien der Kulturforschung (15 LP)
- Praktikum (10 LP)
- Dynamiken kultureller Räume (10 LP)
- Projektmodul (10 LP)

 

Wahlpflichtbereich (30 LP, jeweils 10 LP)

Profilbereich A „Regionalstudien Rheinland“
- Lokal-Global: Regionalspezifische Kulturen (Kulturanthropologie),
- Umwelt- und Landschaftsgeschichte (Geographie),
- Vertiefungsmodul Rheinische Landesgeschichte I (Geschichte),
- Vertiefungsmodul Rheinische Landesgeschichte II (Geschichte),
- Rheinische Sprachforschung (Germanistik).

Profilbereich B „Transregionale Studien“
- Ethnologie Südostasiens (Südostasienwissenschaften),
- Südostasien: Entwicklung in einer globalisierten Welt (Südostasienwissenschaften),
- Kulturelle Dynamiken in Lateinamerika (Altamerikanistik),
- Indigene Gesellschaften (Latein)Amerikas (Altamerikanistik),
- Philosophie des interkulturellen und interreligiösen Dialogs am Beispiel der indigenen Kosmovisionen und philosophischen Entwürfe Lateinamerikas (Arbeitsbereich Philosophie und Theorie der Religionen).

Masterarbeit (30 LP)

 Zugangsvoraussetzungen und studiengangspezifische Anforderungen

Zum Masterstudiengang „M.A. Kulturanthropologie/Volkskunde“ können gemäß Prüfungsordnung folgende Bewerber*innen zum Winter- oder Sommersemester zugelassen werden:Absolventen*innen der Universität Bonn, die den Bachelorstudiengang in den Kernfächern „Altamerikanistik/Ethnologie“, „Lateinamerika- und Altamerikastudien“, oder in den Zwei-Fach Bachelorstudiengängen oder Begleitfächern „Altamerikanistik und Ethnologie“ und „Südostasienwissenschaften“ abgeschlossen haben;Absolventen*innen anderer Studiengänge der Universität Bonn, die ethnologische oder kulturanthropologische Module im Umfang von mindestens 36 LP studiert haben; Absolventen*innen anderer in- und ausländischer Hochschulen, die einen ersten berufs-qualifizierenden Hochschulabschluss in einem kulturanthropologischen oder ethnologischen Studiengang erworben bzw. kulturanthropologische oder ethnologische Module im Umfang von mindestens 36 LP studiert haben; Absolventen*innen, die einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss in den Fächern „Europäische Ethnologie/Volkskunde“, „Kulturanthropologie“, „Ethnologie“, „Kulturwissenschaften“ oder „Geschichte“ erworben haben;
Bewerber*innen, die erst im Semester der Bewerbung einen der o.g. Studiengänge abschließen werden, sofern sie mindestens 132 LP erreicht haben. Solche Bewerber können zugelassen werden, wenn sie bis zum 30. September bzw. 31. März das Zeugnis über das abgeschlossene Studium nachreichen.

 

Unterrichtssprache: Deutsch und Englisch

Für Bewerber*innen mit einer anderen Erstsprache als Deutsch wird die Beherrschung der deutschen Sprache mindestens auf Niveau B2 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GeR) laut anerkanntem Sprachtest (z. B. TOEFL, IELTS) oder einem äquivalenten Nachweis vorausgesetzt.

Für das Studium der Kulturanthropologie werden Kenntnisse der englischen Sprache im Umfang von mindestens drei Schuljahren oder von entsprechenden, aufeinander aufbauenden Sprachkursen an Universitäten oder Sprach- und Kulturinstituten (CEF-Niveau: B2) gemäß des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GeR) empfohlen.


Empfehlungen

Für das Studium des M.A. Kulturanthropologie/Volkskunde werden Kenntnisse in Methoden und Theorien der empirischen Sozial- und Kulturforschung empfohlen.

Für das Wahlpflichtmodul „Rheinische Sprachforschung“ werden Kenntnisse im Bereich der Linguistik  


Bewerbung

Interessierte am Master-Studiengang können sich in einer ersten und in einer zweiten Bewerbungsphase über das Master-Portal der Universität Bonn bewerben. Die Bewerbungsphasen wechseln in jedem Jahr, weshalb wir anraten, sich rechtzeitig bei der Zentralen Studienberatung bzw. auf den Seiten der Philosophischen Fakultät zu erkundigen.

Für BewerberInnen aus dem Ausland ist zu beachten, dass die erforderlichen Nachweise in beglaubigten Übersetzungen (in deutscher oder englischer Sprache) zusätzlich zu den Originaldokumenten im pdf-Format zur Verfügung stehen müssen. 

Informationen zum Studiengang finden Sie auch auf den Seiten der Philosophischen Fakultät.

Der Studiengang wird angeboten von der Abteilung Kulturanthropologie/Volkskunde des Instituts für Archäologie und Kulturanthropologie.

Einen Auszug aus der Prüfungsordnung (PO 2013) finden Sie hier als PDF zum Download; die Gesamtausgabe der Prüfungsordnung finden hier.

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