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B.A. Kernfach

Hier finden Sie alle Informationen zum B.A. Kernfach Archäologien

Allgemein

 

Im Kernfach Archäologien werden die Altertumswissenschaften in einer sehr großen Vielfalt und thematischen Breite studiert. Zu Beginn des Studiums werden drei von vier archäologischen Schwerpunkten studiert. Im Laufe des Studiums erfolgt dann eine Auswahl auf eine Fachwissenschaft. An der Lehre des Kernfachbereichs sind die vier archäologischen Disziplinen Klassische Archäologie, Christliche Archäologie, Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie und Ägyptologie beteiligt.

Grundsätzlich stehen für das Begleitfach zum Kernfach Archäologien alle an der Universität Bonn als Begleitfach studierbaren B.A.-Studiengänge zu Verfügung. Empfohlen werden je nach Schwerpunktbildung innerhalb des B.A.-Studiengangs "Archäologien" nachfolgende Begleitfächer:


• Schwerpunkt Klassische Archäologie: Kunstgeschichte, Geschichte, Klassische Philologie
• Schwerpunkt Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie: Altamerikanistik, Geschichte, Geographie
• Schwerpunkt Christliche Archäologie: Kunstgeschichte, Klassische Philologie, Theologie
• Schwerpunkt Ägyptologie: Kunstgeschichte, Klassische Philologie, Geschichte.

Im ersten Studienjahr werden in drei Modulen der Stufe A und einem Modul der Stufe B wissenschaftliche Grundlagen erlernt; die Vermittlung berufsqualifizierender Schlüsselkompetenzen ist in diese Module integriert.
Im zweiten Studienjahr stehen drei Wahlpflichtmodule zu verschiedenen Epochen und Kulturräumen (Stufe C) auf dem Plan. In diesem Studienjahr setzt das obligatorische Praxismodul ein, das sich in verschiedenen Lehrveranstaltungen (Exkursionen, Übungen vor Originalen, Praktika) bis in das dritte Studienjahr erstreckt.
Das dritte Studienjahr sieht in zwei Wahlpflichtmodulen der Stufe E (Fallstudien) exemplarische Vertiefungen in wissenschaftliche Fragestellungen und Problemlösungen vor, um auf die Bewältigung der Bachelorarbeit hinzuführen.
Auf das Kernfach entfallen 120 Leistungspunkte (LP), auf die Bachelor-Arbeit, die im Kernfach geschrieben wird, 12 LP, auf das Begleitfach 36 LP und auf den Optionalbereich (Spracherwerb, Recherche, Präsentation, Rhetorik u. ä.) 12 LP.

 

Alle wichtigen Inhalte zum Ablauf des BA Kernfach Archäologien erhalten sie auf einem Blick im Studienverlaufsplan.

 

Das 1. Studienjahr: Grundlagen / Theorien und Methoden

Aus der Gruppe A1 - A4 müssen 3 Module gewählt werden. Die Module Arch A1, Arch A2 und KGArch A3 umfassen 4 Semesterwochenstunden, das Modul Arch A4 6 Semesterwochenstunden. Jedes A-Modul ist gleichbedeutend mit 12 Leistungspunkten. Die Module aus der Gruppe A werden im 1. Studienjahr absolviert. Die "Wahlpflicht" bietet die Möglichkeit zur individuellen Gestaltung des eigenen Profils, besonders im zweiten und dritten Jahr. Zunächst werden die Grundlagen für die aufbauenden Epochenmodule erworben.

• Arch A1 Klassische Archäologie
Es werden Grundkenntnisse der zentralen Denkmäler der Klassischen Archäologie (Architektur und Bildkünste) vermittelt, ferner Grundkenntnisse zentraler Fragestellungen, Methoden, Arbeitsweisen und der Terminologie des Faches Klassische Archäologie.

• Arch A2 Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie
Die Studierenden erwerben Grundkenntnisse der Forschungsgeschichte und Quellenkunde der Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie. Außerdem werden Methoden, Theorien und die Terminologie des Faches vermittelt.

• KGArch A3 Christliche Archäologie
Es werden Grundkenntnisse der zentralen Denkmäler der Christlichen Archäologie (Architektur und Bildkünste), ferner werden Methoden, Theorien und die Terminologie des Faches vermittelt.

• Arch A4 Ägyptologie
Es werden Grundkenntnisse der Forschungsgeschichte ägyptologischer Forschung sowie zentraler Fragestellungen der Ägyptologie vermittelt. Die Studierenden erwerben Basiskenntnisse der Hieroglyphenschrift (Grammatik, Lexikon) bezogen auf die klassische (mittelägyptische) Schriftsprache. Außerdem erwerben sie Grundkenntnisse der archäologischen Denkmäler (Architektur und Kunst).

• Arch B Theorie und Methoden (Pflicht)
Aus dem Bereich B muss 1 Pflichtmodul absolviert werden. Es setzt sich aus 3 Veranstaltungen zusammen, umfasst also 6 Semesterwochenstunden und entspricht 12 Leistungspunkten. Dieses Pflichtmodul wird im 1. Studienjahr absolviert. Auch in diesem Fall empfiehlt es sich, die Wahl des passenden Moduls anhand des für die eigene Spezialisierung gewünschten Schwerpunkts, also der fachspezifischen Ausrichtung zu treffen.
Die Studierenden lernen objektivierte und überprüfbare Methoden und ihre Geschichte kennen und wenden sie an, um die Denkmäler und die mit ihnen verbundenen geschichtlichen Prozesse erfassen, erklären und präsentieren zu können. Es werden vertiefte Grundkenntnisse vermittelt in der kritischen Analyse und Auswertung von Bild- und Textquellen (auch anhand naturwissenschaftlicher Bestimmungs-, Datierungs- und Analysemethoden). Außerdem werden Grundkenntnisse vermittelt in der kunsttechnischen Theoriegeschichte und in der Differenzierung fachwissenschaftlicher Methoden bezogen auf alle Gattungen und Denkmälerbereiche. Die Studierenden werden befähigt zu kritischer Beurteilung wissenschaftlicher Argumentation unter Berücksichtigung internationaler Wissenschaftstraditionen. Sie vertiefen ihre Fähigkeit zur Anwendung der jeweiligen Fachterminologie.

 

Das 2. Studienjahr: Epochen und Kulturräume / Praxis

Aus der Gruppe C1 - C6 müssen 3 Module gewählt werden. Jedes Modul setzt sich aus 3 Veranstaltungen zusammen, umfasst somit 6 Semesterwochenstunden und ist gleichbedeutend mit 12 Leistungspunkten. Die Module aus der Gruppe C werden im 2. Studienjahr absolviert. Gemäß der fachspezifischen Ausrichtung eignen sich folgende Module für die jeweilige Spezialisierung: Klassische Archäologie = C1 und C2, Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie = C3 und C4, Christliche Archäologie = C5, Ägyptologie = C6.

• Arch C1 Klassische Archäologie (Griechische Kultur)
• Arch C2 Klassische Archäologie (Römische Kultur)
In diesen beiden Modulen werden Kenntnisse der griechischen bzw. römischen Kunstgattungen und Denkmäler (Architektur, Skulptur, Keramik, Wandmalerei, Mosaiken) vermittelt; ferner Kenntnisse der Topographie und Landeskunde der griechischen bzw. römischen Welt. Vertiefte Kenntnisse archäologischer Methoden sowie Kenntnisse von der kulturhistorischen Bedeutung griechischer bzw. römischer Denkmäler kommen hinzu.

• Arch C3 Vor und Frühgeschichtliche Archäologie (Vorgeschichte)
• Arch C4 Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie (Frühgeschichte/Mittelalter)
Es werden Kenntnisse archäologischer Fundgruppen vorgeschichtlicher bzw. frühgeschichtlicher/mittelalterlicher Epochen vermittelt. Außerdem wird ein Überblick gegeben zu Methoden und Fragestellungen vorgeschichtlicher bzw. frühgeschichtlicher/mittelalterlicher Kulturgruppen und Kulturräume.

• KGArch C5 Christliche Archäologie
Es werden vertiefte Kenntnisse der Gattungen und Denkmäler (etwa Architektur, Skulptur, Malerie und Kleinkunst) der spätantiken und frühbyzantinischen Epochen vermittelt, ebenso wie topographische Kenntnisse und Landeskunde.

• Arch C6 Ägyptologie
Anhand der Lektüre von Urkunden, klassischen Literaturwerken etc. vertiefen die Studierenden ihre Sprachkenntnisse. Denkmälerkenntnisse werden erweitert. Die Studierenden werden zu kulturgeschichtlichen Betrachtungen im Zusammenspiel der unterschiedlichen Quellengattungen angeleitet.

• Arch D Praxis
Das Praxismodul D wird im 2. und 3. Studienjahr absolviert. Es setzt sich zusammen aus 8 Exkursionstagen (gleichbedeutend mit 2 Semesterwochenstunden bzw. 4 Leistungspunkten) sowie 2 Übungen vor Originalen (jeweils gleichbedeutend mit 2 Semesterwochenstunden bzw. 4 Leistungspunkten). Alternativ kann die zweite Übung vor Originalen auch durch ein vierwöchiges Praktikum (2 Semesterwochenstunden, 4 Leistungspunkte) ersetzt werden.
Das Praxismodul soll den Umgang mit Originalen intensivieren und den Brückenschlag zu den potentiellen Berufsbereichen erleichtern. Auf Exkursionen im In- und Ausland werden Analyseverfahren der Objektbeschreibung, Gegenstandserfassung, Topographie- und Geländekenntnisse eingeübt. Die Teilnahme an Exkursionen im Umfang von mindestens acht Tagen ist verpflichtend. Zwei Seminare vor Originalen sollen Wissen zu Befunden am Standort (Architektur, ortsgebundene Ausstattungen, Grabungsareale etc.) zur Präsentation und Ausstellungspraxis vermitteln. Außerdem sollen vertiefte Kenntnisse von Bau-, Mal-, Bildhauer- und kunsthandwerklichen Techniken sowie Grundkenntnisse von Restaurierungstechniken erworben werden. Ein Seminar vor Originalen kann durch ein mindestens vierwöchiges Praktikum ersetzt werden. Die Studierenden können ihre praxisorientierten Lehrveranstaltungen aus allen beteiligten Fächern wählen und individuell kombinieren.
 

Das 3. Studienjahr: Fallstudien
 

Hier werden zwei aus fünf Modulen gewählt.
Aus dem Bereich E 1 - E 5 müssen 2 Module absolviert werden, wobei die Kombination frei wählbar ist. Jedes Modul setzt sich aus 2 Veranstaltungen zusammen, umfasst somit 4 Semesterwochenstunden und entspricht 12 Leistungspunkten. Die Module aus der Gruppe E werden im 3. Studienjahr absolviert. Gemäß der fachspezifischen Ausrichtung eignen sich folgende Module für die jeweilige Spezialisierung: Klassische Archäologie = E1, Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie = E2, Christliche Archäologie=E3, Ägyptologie = E4 und E5.

• Arch E1 Klassische Archäologie
In diesem Modul geht es um die Analyse und kulturhistorische Auswertung ikonographischer Themen sowie um die Interpretation regional- und zeitspezifischer Eigenheiten antiker Denkmäler. Zudem sind Auswertung und Interpretation der Verwendungskontexte antiker Denkmäler Gegenstand dieses Moduls. Kenntnisse über funktionale Zusammenhänge sowie über Formen der Rezeption antiker Denkmäler werden vermittelt.

• Arch E2 Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie
In diesem Modul geht es um Analyse und kulturhistorische Auswertung vor- und frühgeschichtlicher Themen. E5 vermittelt vertiefte Kenntnisse zu den Themenkomplexen Mensch und Umwelt, Landschaftsarchäologie, Rituale und Ideologie. Problemorientierte, epochenübergreifende Fragestellungen werden in diesem Modul behandelt.

• KGArch E3 Christliche Archäologie
Kritische Anwendung verschiedenartiger Interpretationsansätze, sowie vertiefende Kenntnisse funktionaler Zusammenhänge stehen im Vordegrund der Untersuchungen. Zudem werden Formen der Rezeption spätantiker und frühmittelalterlicher/frühbyzantinischer Denkmäler erprobt.

• Arch E4 Fallstudien Altes Ägypten I (Besondere Textbereiche)
Intensive Kenntniserweiterung der mittelägyptischen Sprache wird in diesem Modul angestrebt. Außerdem soll ein Einblick in eine andere Sprachstufe (wahlweise Altes Reich/Neues Reich) genommen werden. Durch Erfahrungen am Original werden Kenntnisse über das Zusammenwirken von Text und Objekt vermittelt.

• Arch E5 Fallstudien Altes Ägypten II (Besondere Archäologie- u. Kunstbereiche)
Das Modul E5 führt in die Praxis und in ausgewählte Bereiche der Archäologie und Kunst Altägyptens und seines Umfelds ein.

Die Bachelorarbeit

Die Bachelorarbeit ist eine schriftliche Prüfungsarbeit, die zeigen soll, dass der Prüfling in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist ein Problem aus dem Gebiet des Studienfachs selbstständig nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten, einer Lösung zuzuführen und diese angemessen darzustellen. Die Bachelorarbeit wird in der Regel in der Mitte des 5. Semesters begonnen, nachdem der/die Studierende mindestens 120 Leistungspunkte erworben hat. Ihr Bearbeitungszeitraum beträgt höchstens 5 Monate. Die Bachelorarbeit entspricht 12 Leistungspunkten, ihr Umfang beträgt mindestens 35 Seiten. Nähere Informationen zur Bachelorarbeit können der Prüfungsordnung (§18) entnommen werden.

 

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