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Projekt

Schrift-Kultur

Zu Medialität und Mentalität phono-semantischer Hybride in Zusammenarbeit mit der Altorientalistik, Altamerikanistik, Semitistik und Sinologie

 

Leitung: Prof. Dr. Ludwig D. Morenz

 

Von der Schrift im weiteren Sinn (also verschiedenen Formen der Notation) können wir die Schrift im engeren Sinn unterscheiden, und diese weist als Spezifikum durch die Fixierung phonetischer Elemente einen konkreten Sprach-Bezug auf. Während unser Alltag durch die phonozentrische Alphabetschrift geprägt ist, erweist sich diese im historischen Rückblick als eine Sonderentwicklung aus dem Typus der phono-semantischen Hybridschriften und konkret der ägyptischen Hieroglyphenschrift. Die Alphabetschrift hat nur einen einmaligen Ursprung, während wir für die phono-semantischen Hybridschriften einen polyzentrischen Ursprung ansetzen können: Ägypten, Mesopotamien und Susianna, China und Mesoamerika. 


In Zusammenarbeit von Ägyptologie, Altorientalistik, Altamerikanistik, Semitistik und Sinologie untersuchen wir diesen Prozeß der Schriftentwicklung in eben diesen Bereichen in medien-, mentalitäts- und sozialgeschichtlicher Perspektive. Wir widmen uns den folgenden Fragen:

  • Ursprungsfragen
  • Zeichen-Welt und prototypische Zeichen
  • Offenheit versus Abschließung des Systems
  • Normierung und Abweichungstoleranz
  • Prägnanz und Redundanz
  • Schrift und Bild
  • Symbolische Welt
  • Soziale Welt
  • Schrift-Materialität

 

Publikationen:

 

  • Ludwig D. Morenz, Kultur- und mediengeschichtliche Essays zu einer Archäologie der Schrift. Von den frühneolithischen Zeichensystemen bis zu den frühen Zeichensystemen in Ägypten und dem Vorderen Orient. (zum Buch)

 



 

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